Geschichte des Geldes
Gold, der Name allein steht für Abenteuer, hinterhältige Piraten, gemeine Räuber und alte Sagen. Seit Jahrtausenden wird es vom Menschen als Edelmetall betrachtet, in Schmuck oder Münzen verarbeitet oder erbittert darum Krieg geführt. Was Gold eigentlich so wertvoll macht fragen sich viele Menschen – Gold läßt sich mechanisch einfach bearbeiten, korridiert nicht, hat von Natur aus ein hohes Gewicht, hat eine schöne Farbe und ist selten.
In der Kupferzeit begann der Mensch Gold als Edelmetall anzusehen und als Tausch- und Handelsobjekt zu verwenden. In Südeuropa wurden bei Ausgrabungen 4000 Jahre alte Gegenstände aus purem Gold gefunden, in Mitteleuropa fand man 2000 Jahre alte goldene Gegenstände. Auch die alten Ägypter und Römer gewannen Gold in ihren Imperien und verarbeiteten es zu Schmuck oder Münzen. Die alte griechische Sage vom Goldenen Vlies lässt darauf schließen, dass Gold schon damals ein sehr begehrtes Objekt war, für das es sich lohnte schwere Mühen auf sich zu nehmen. Auch im Alten Testament wird schon das Goldene Kalb der Israeliten erwähnt, die drei Waisen aus dem Neuen Testament brachten Jesus neben Weihrauch und Myrrhe auch Gold als Geschenk dar.
In Südamerika wurde Gold auch schon vor über 2000 Jahren abgebaut, das Indianervolk der Mochicha beherrschte bereits die Technik des Legierens, Gold wurde von ihnen auch für rituelle Zwecke eingesetzt. Christoph Kolumbus erhielt schließlich auch durch die Gier des spanischen Adels und der Kirche nach Gold die Erlaubnis seine wagemutige Suche nach dem vermeintlichen Seeweg nach Indien anzutreten um dort nach Gold und anderen Edelmetallen zu suchen.
Möglicherweise wäre ohne der Gier nach Gold Amerika erst viel später entdeckt worden. Leider führte diese Gier auch fast zur Ausrottung ganzer Indianervölker Südamerikas, durch Kriege um Gold sowie Plünderungen durch die Europäer und eingeschleppte Krankheiten wurden schließlich die großen indianischen Kulturen Südamerikas zerstört. Der Goldrausch der vor knapp 200 Jahren in den Vereinigten Staaten einsetzte, veranlasste tausende Menschen auf die Suche nach Glück und Reichtum in die USA auszuwandern, die wenigsten von ihnen hatten allerdings das Glück wirklich durch Goldfunde reich zu werden. Auch in Südafrika und Australien gab es ähnliche „Goldräusche“ auch hier war das Resultat ähnlich – einige wenige wurden reich, der Großteil der hoffnungsvollen Glücksritter jedoch nicht.
Auch heute zieht Gold die meisten Menschen in seinen Bann, es ist über Jahrtausende hinweg eine sichere Veranlagungsform gewesen. In den letzten Jahrzehnten wurde Gold von Anlegern eher stiefmütterlich behandelt (wertvoll war es natürlich nach wie vor), seit Beginn der globalen Finanzkrise stieg der Goldpreis erheblich an, viele Menschen investieren ihr Geld inzwischen wieder lieber in Goldkauf anstatt es in Geldform auf der Bank zu lassen oder in unsichere Finanzprodukte zu investieren. Gold wird wohl, solange es die Menschheit gibt die Menschen faszinieren, auch ist es schwer vorstellbar, dass Gold eines Tages seine Stellung als eine der sichersten Anlageformen verlieren wird.