Türkis
Jetzt denken Sie wahrscheinlich zunächst an die Farbe türkis und nicht das Mineral. In der Tat stammt die Farbbezeichnung türkis für blau-grüne Gegenstände und Materien in ihrem Ursprung vom Mineral türkis ab, das es wohl schon länger gibt als seine Farbbezeichnung.
Das Mineral Türkis ist ein eher selten vorkommendes, wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat und ist heute überwiegend in Schmuckstücken verarbeitet. In seiner Beschaffenheit ist der Edelstein Türkis mit dem allseits bekannten Fensterglas zu vergleichen: mit einer sehr hohen Harte und einer maximalen Mohshärte von knapp unter 6.
Bildung und Variationen
Türkis gilt in seiner Bildung als typisches Sekundärmineral: Bis etwa 30 bis 40 Meter unter der Oberfläche bildet sich das Türkis relativ oberflächennah bei der Verwitterung kupferhaltiger aluminiumreicher Gesteine. Dadurch entwickelt es seine unregelmäßigen Formen und entwickelt meist traubenförmige und die für sich typischen Mineral-Aggregate. Entsprechend der jeweiligen Bildungsform und der Bedingungen weist das Mineral Türkis eine mehr oder weniger geringe Porosität auf. Eher selten rein in seiner türkisen Farbe, ist das Mineral viel häufiger von kleinen Flecken oder braunen wie schwarzen kleinen Adern durchzogen.
Verwendung von Türkis als Schmuckstein
Heutzutage wird Türkis überwiegend als Schmuckstein verwendet, hat aber auch schon im Altertum die Menschen durch seine Schönheit begeistert. Der Edelstein Türkis schmückte die Herrscher Mesopotamiens und Persiens, des antiken Ägyptens sowie Adlige im Indus und zum Teil auch im antiken China.
Durch Händler der Seitenstraße gelang Türkis zum ersten Mal nach Europa und war in Deutschland vor allem in der Biedermeierzeit in seinen vielfach phantasievollen Blautönen beliebt.