Farbenfrohe Edelsteine im Kommen

Früher galt ein einfaches Protokoll. Reine, farblose Diamanten und Edelsteine trug man erst nach Sonnenuntergang, die bunten Steine sind für den Tag. Niemand hält sich heute mehr daran. Im Gegenteil: Die Regel scheint nicht nur aufgehoben, sondern sogar umgedreht.

Die Queen mit Diamant zu Mittagstisch

Gerade erst gab es ein prominentes Beispiel dafür, dass Diamanten auch Tageslicht sehen dürfen. Die Queen von England, Elisabeth die II, trug bei der Hochzeit von Enkel William und seiner Angetrauten Kate eine Brosche aus Diamant. Dabei war der Tag noch nicht einmal halb rum, denn die Königin von England trug besagtes auffälliges Schmuckstück doch glatt zum Mittagessen. Und was die Königin darf, muss dem Protokoll entsprechen. Dafür erobern bunte Edelsteine wie Saphire, Rubine und Smaragde aber auch Spessartin oder der quietschgelbe Turmalin inzwischen auch die Abendgarderobe.

Rekordpreis für Farbe

Die bunten Steine lassen sich ja auch hervorragend kombinieren und setzen Farbakzente, die nicht nur zum Kleinen Schwarzen passen. Der Schmuck passend zu den Schuhen und Ton in Ton mit dem Kleid? Warum nicht. Und auch die Schönheiten der Frauen, wie eine besondere Augenfarbe, kann mit der richtigen Farbe beim Schmuck zusätzlich hervorgehoben und betont werden. Gerade erst hat auf einer Auktion im schweizerischen Genf, ein ganz besonderer Diamant zu einem Rekordpreis den Besitzer gewechselt. Für stolze 46 Millionen Dollar ging die Versteigerung über die Bühne, ein absoluter Rekordpreis. Und noch ungewöhnlicher, weil es sich bei versteigerten Stein um einen Diamanten in der Farbe Pink handelte. Durchaus ungewöhnlich und selten, doch es gab auch Zeiten, da hätte er gerade deswegen keinen sonderlich guten Preis erzielt. Es wird zu beobachten bleiben, wie sich der Edelsteinmarkt durch den Vormarsch der bunten Steine verändern wird.

 
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